Verkannte Gefahr "Elektrosmog" - Medien

„e-plus“ durch Polizeiaktion gestoppt

Aufregung in Metternich: „Wie im Wilden Westen“ Bürger wollen Sendemast verhindern. Von Bernd Zimmermann

Mechernich/Kölnische Rundschau. „Was hier passiert ist illegal“, und das werden wir nicht dulden“, präsentierte sich gestern der Weilerswister Beigeordnete Josef Forstner aufgebracht. In Metternich war gerade ein Bauunternehmen dabei, für den Sendemastbetreiber „e-plus „ den Weg zum Aufbau eines Mobilfunkmastes nahe des westlichen Ortsrandes vorzubereiten. Dazu Forstner voller Zorn: „Wir sind zwar im Westen, aber nicht im wilden Westen.“ Gestern bereits am Montagabend prallten die unterschiedlichen Rechtsstandpunkte der Beteiligten hart aufeinander. Während die Gemeinde auf dem Standpunkt stand, der Wirtschaftsweg dürfe von den Baufahrzeugen nicht befahren werden, argumentierten die Vertreter der Mobilfunkfirma und deren Transporteure, man habe doch eine rechtskräftige Genehmigung des Ordnungsamtes von Neumarkt in der Oberpfalz.

Wagemutige Jungs setzten sich auf die Straßenkreuzung und sahen zu, wie der schwere Baukran sich Meter um Meter auf sie zuarbeitete, und Bauarbeiter mächtige Planken auf die Straße legten,. Hinter den Kindern standen die Eltern und drückten durch ihre Gestik unmissverständlich aus:“ Hier kommt ihr nicht durch“.

Zwischen Bautrupp und den Anwohnern hatten sich Polizisten postiert, um den Status Quo zuwahren“, wie Polizeioberkommissar Bobbby Mohr betonte. Die Lage war eher verzwickt. Natürlich wehren sich die Anwohner der Frankenstraße und der Straße „Am blauen Stein“ gegen den Mobilfunkmast in unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung. Auch die Gemeinde, die bisher nicht am Verfahren beteiligt war, will den Mast auf dem Privatgrundstück eines Metternicher Bürgers nicht haben. Lieber wäre ihr, der Mast würde jenseits der Autobahn aufgestellt, auf einen kleinen Flecken Niemandsland. Das, so berichtete der Bürgermeister Armin Fuß, würde die Mobilfunkfirma auch machen, wenn die Gemeinde ihr die bisher angefallenen Kosten erstatten würde, also immerhin 190.000 DM. „Wir denken nicht daran“, wies Fuß diese Forderung im gleichen Atemzug zurück. Und ließ einen Unimog des Bauhofes auf dem Wirtschaftsweg so parken, dass Schwertransporte keinesfalls durchfahren konnten. Schließlich sei die Genehmigung zum Transport der Masten über den Wirtschaftsweg nicht rechtens. „Es ist also nicht unser Fehler, dass die eine falsche Transportgenehmigung haben““, stellte fuß klar, während ein Vertreter des Generalunternehmens, der seinen Namen nicht nennen wollte, versicherte: „Wir haben eine richtige Genehmigung beantragt und bekommen.“

Auch der Kölner Regierungspräsident hatte der Transportgenehmigung aus der Oberpfalz zunächst zugestimmt, zog diese Genehmigung aber nach einem Antrag der Gemeinde Weilerswist wieder zurück, weil die Behörde offenbar einen Fehler in dem Verfahren entdeckt hatte. Hektische Betriebsamkeit herrschte auf der Straße „Am blauen Stein“, wo sich Anwohner zum Protest formierten. Vertreter der unterschiedlichen Parteien warteten auf eine Entscheidung des Gerichts oder der Oberbehörden. Gegen 12 Uhr einigten sich schließlich beide Parteien darauf, dass die Arbeiten zum Transport der Mobilfunkmasten durch die Mechernicher Wohnstraße abgebrochen wurden. Bis dahin hatten 6 Polizeibeamte die Situation ständig unter Kontrolle, Karl Schmidt, Leiter der Polizeihauptwache Euskirchen, hatte mit seinen Kollegen zunächst die Genehmigungswege nachvollzogen und festgestellt, dass in Bayern offenbar tatsächlich ein schwerer Fehler bei der Erteilung der Transportgenehmigung geschehen war. Die Ordnungsbehörde hatte vergessen, die Gemeinde zu beteiligen. Bürgermeister fuß stellte gestern klar, dass die Baugenehmigung für den Mast rechtens sei, auch wenn dies der Gemeinde nicht schmecke. Daran gebe es nichts zu rütteln. Die Gemeinde werde aber nicht hinnehmen, dass ohne Genehmigung Wege genützt würden. Empört mutmaßte die Anwohnerin Anette Zellner und die FDP-Politikerin Kati Schulz, die Mobilfunkbetreiber hätten wohl bewußt einen Termin in den Ferien nutzen wollen, um vollendete Tatsachen zu schaffen. So habe die Aktion als Nacht- und Nebenaktion am Montagabend um 17 Uhr begonnen. Da seien plötzlich schwere Lastwagen vorgefahren, Baukräne hätten begonnen, Stahlplatten auf die Wohnstraße „Am Blauen Stein“ zu verlegen. Die Baustelle sei nicht abgesichert gewesen, die Schwertransporte mit den Maststücke seien auch viel früher angekommen als dies genehmigt worden war. „Das riecht nach einer Überrumpelungsaktion“, wetterten die Bürger. „Das ist hier wie im Wilden Westen.“


Kommentar
Dieser Artikel war so uninteressant, dass der zuständige Redaktionsleiter des Kölner Stadtanzeiger in Euskirchen die Berichterstattung lokal auf Weilerswist, Euskirchen, Zülpich begrenzte, obwohl WDR, RTL und SAT1 sich einschalteten und viele Mitbürger des Kreises Euskirchen nun nur auf diesem Weg über die Geschehnisse erfahren können.

Land lebe die Demokratie und die Pressefreiheit einiger reicher Leute, in ihren Zeitungen ihre Meinung abzudrucken.

Von Fernsehradakteuren erfährt man, daß das Thema Mobilfunk in der Zwischenzeit der Art „abgedroschen“ ist, dass man nur noch an DEMOS und anderen außergewöhnlichen Aktivitäten interessiert ist.

Dass mit gepulsten Radarwellen mobil telefoniert wird, wissen nur die, die im 2. Weltkrieg mit Radarortung zu tun hatten. Von ihnen wissen wir, daß über den Bereich der heutigen Mobilfunk-Hochfrequenzen feindliche Flugzeuge und Schiffe geortet wurden. In diesem Zusammenhang muß darauf hingewiesen werden, daß damals viele amerikanische Piloten blind geworden sind. Eine Studie, einer Essener Universität, hatte ein deutlich größeres Risiko für eine Form von Augenkrebs bei Handynutzern publiziert. Denken wir zudem an die an Krebs erkrankten Radartechniker

Wie naiv und asozial sind die, die ihr Gehirn mit Mikrowellen beschießen und ihre Mitmenschen an den Sendeanlagen einer Dauerbelastung durch gepulste „Radar“-Mikrowellen aussetzen.

Über die verantwortlichen Politiker brauchen wir kein weiteres Wort zu verlieren. Oder wer ist heute noch anderer Auffassung?

Gerd Ernst Zesar
Sprecher der Bürgerwelle Eifel


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