Verkannte Gefahr "Elektrosmog" - Medien

Benzin reingeschüttet
BRANDSTIFTUNG / mehrere Mobilfunkanlagen beschädigt!

Vermutlich Benzin haben Täter benutzt, um die Mobilfunkanlage an der A7 bei Hittistetten in Brand zu setzen und zu zerstören. Das hat die Polizei gestern mitgeteilt.

Michael Janjnin
Hittistetten: Ein Liter Benzin hat gereicht, um einen Mobilfunk Schaltschrank an der A7 bei Hittistetten erst in Brand und dann außer Gefecht zu setzten. Wie berichtet war die e-plus-Anlage in der Nacht zum Montag ausgebrannt. Der Sachschaden wird auf rund 450.000 Mark (230.000 Euro) geschätzt. In einer Plastikflasche hatten die Täter den Brandbeschleuniger mit sich geführt, berichtete gestern die Polizeidirektion Krumbach. Die Flüssigkeit wurde durch Ritzen ins Innere des Schaltkastens geschüttet. Und angezündet. Das haben die weiteren Untersuchungen der Polizei ergeben. Dadurch wurde die elektronische Einrichtung zerstört. Auch die Container – „man muß sich das wie frühere Telefon-Schaltkästen vorstellen“, sagt Polizeisprecher Ulrich Feistle – weitere Einrichtungen der Betreiber haben die Täter anzuzünden versucht. Dazu noch den eigentlichen Sendemast. Das Feuer ging aber dort von selbst aus.

Ob auswärtige Mobilfunkgegner der militanten Art am Werk waren? „Möglicherweise“, sagt Feistle. Die Anlage sei günstig an der Autobahn gelegen. Die Polizei ermittelt schwerpunktmäßig auch in der Richtung. Hinweise gebe aber keine. Zwar suche die Polizei immer noch nach einem Auto mit Pforzheimer Kennzeichen (Hinweise an die Kripo Neu-Ulm 0731-8013-0). Aber auch hier gelte, dass die Insassen nur möglicherweise an der Tat beteiligt waren. „Sie können auch aus anderen Gründen dort angehalten haben“. Ergänzt Feistle. Ein Zeugenaufruf habe bezüglich des Autos noch keine Hinweise gebracht.

Südwestpresse 6. 9. 2001


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