Verkannte Gefahr "Elektrosmog" - Leser

Deutschland ist psychisch und physisch angeschlagen, dass es Hilfe braucht

Mobilfunk- induziertes Desaster im Gesundheitswesen
60.000 Mobilfunksendeanlagen zig Millionen schnurlose DECT-Heimtelefonanlagen
zig-Millionen Handys

STERN STUDIE Seite 1 von 8
"Sind so kleine Seelen"

Deutschland ist psychisch und körperlich derart angeschlagen, dass es Hilfe bräuchte. Das ergab eine vom stern in Auftrag gegebene repräsentative Studie über die Gesundheit der vier- bis 18-Jährigen. Auch viele Sprösslinge aus so genannten heilen Familien leiden - aber die Eltern merken oft nichts. Der Schmerz kommt zuverlässig und pünktlich. Pünktlich zur Mathestunde. Oben unter der Schädeldecke beginnt er, ein paar Millimeter unter den Stoppelhaaren. Wandert langsam wie ein eiserner Kamm über die Schläfen nach unten, bis der ganze Kopf pocht. An Zahlen kann Daniel dann nicht mehr denken. Der Elfjährige aus dem schleswig-holsteinischen Oldersbek sitzt nur noch wie gelähmt da und hört ein quälendes Dröhnen, sobald ihn jemand anspricht. "Schrecklich ist das", stöhnt der Junge mit dem runden Gesicht, der so gern reitet und mit Mäusen spielt, "fast jeden Tag hab ich diese Schmerzen. Dazu manchmal auch noch Bauchkrämpfe." Diagnose des Hausarzts: Angst vor der Schule. Dabei schnitt Daniel neulich beim Intelligenztest mit 103 Punkten ganz gut ab. Gunnar wackelt in der Schule fast pausenlos auf seinem Stuhl und knetet nervös seine Finger. Und zuweilen schleicht sich dann diese komische Angst an, mit der U-Bahn zu fahren, diese verrückte Furcht, dass "irgendwas nicht klappen könnte". Wenn der Zwölfjährige Hamburger im Drachen-Shirt endlich zu Hause in seiner mit Pokémon-Bildern und Picasso-Postern ausstaffierten Dachkammer sitzt, driftet er ab in eine andere Welt. Wenige Augenblicke nachdem der Comic-Fan ein Buch aufgeschlagen hat, verschwimmen die Zeilen vor seinen Augen, und der Alltag weicht Träumen von einem fernen Kontinent. ADS hat ihm ein Arzt attestiert, ein "Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom". Deswegen schluckt Gunnar täglich dreimal Ritalin: Das beruhigt ihn und holt ihn auf den Boden zurück.


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