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Verkannte
Gefahr "Elektrosmog" - Gedankengut
Künstliche
Alterung mobilfunkinduziert
Die
Bedeutung von Melatonin-Mangel für die Krebsentstehung und
pathologische Alterungsprozesse
Anmerkung
Melatonin ist ein Hormon der Zirbeldrüse. Es wird im Organismus
aus der essentiellen Aminosäure L-Tryptophan gebildet und in
einem zirkadianen ( 24-Stunden) Rhythmus mit niedrigen Blutspiegeln
am Tag und nächtlichen Gipfeln ausgeschüttet. Beim Warmblüter
hat Melatonin eine Wirkung auf die Entwicklung der Gonaden ausgewachsener
Tiere. Darüber hinaus steuert Melatonin den Schlaf-Wach-Rhythmus
und besitzt antioxidative Wirkungen. Gerade die antioxidativen Wirkungen
sind es, die in neuerer Zeit das Interesse an dieser Substanz geweckt
haben, denn vermutlich besitzt Melatonin als Radikalfänger
eine Schutzfunktion für Zellen und v. a. DNA-Moleküle.
Wie die Zeitschrift für Umweltmedizin berichtete, konnte Prof.
Reiter, Texas bereits vor vielen Jahren nachweisen, daß nicht
nur Licht, sondern auch elektromagnetische Felder die körpereigene
Melatonin-Produktion hemmen und auf diese Weise das Krebsrisiko
erhöhen können.
John
M. Fontenot, B. A. und Stephen A. Levine, Ph. D.
Melatonin-Mangel
kann ein entscheidender Ausgangspunkt für die degenerativen
Prozesse sein, die zu pathologischen Zellveränderungen und
zur Krebsentstehung führen. Durch eine Störung der Zwirbeldrüse
und/oder oxydative Schäden an den Melatonin-Rezeptoren kann
ein relativer Melatoninmangel auf zellulärer Ebene hervorgerufen
werden. Als hauptsächlich Neurohormon Regulator lenkt Melatonin
die Stoffwechselvorgänge über eine Herabsetzung des zellulären
cGMP- und c-AMP Verhältnisses, welches die Produktion
des intrazellulären Antioxidantien überwacht. Melatonin-Mangel
hat eine unkontrollierte cAMP-Synthese zur Folge und führt
zu einer Fehlregulation oxidativer Prozesse und Radikal-bedingten
Schädigungen. Radikalische Prozesse spielen eine grundlegende
Rolle bei den metabolischen Fehlregulationen, die der Entwicklung
pathologischer Alterserscheinungen und der Krebsentstehung zugrunde
liegen. Es hat sich erwiesen, daß exogen zugeführtes
Melatonin in der Lage ist, die Folgen eines Mangelzustandes aufzuhalten
oder wieder rückgängig zu machen. Alle Prozesse können
als oszillierendes Gleichgewicht zwischen zwei Prinzipien beschrieben
werden. Diese Prinzipien lassen sich grundsätzlich durch zwei
fundamentale Kräfte der natur, die Homotropie (Entropie) und
die Hetropie (Erhaltung der Ordnung) charakterisieren. Bei der Untersuchung
biologischer Systeme kann dieses dualistische Konzept von großer
Bedeutung sein. Es gibt zwei grundlegende physiologische Prozesse,
den Katabolismus und den Anabolismus. Der Katabolismus (Homotropie)
herrscht während des Tages vor und ist mit den oxidativen Vorgängen
bei der Energieproduktion und Immunabwehr verbunden. Während
des Tages werden Energieproduktion und Immunvorgänge von Hormonen
und Enzymen reguliert, die in einem zirkadianen Rhythmus wieder
ersetzt werden. Anabole Prozesse (Heterotropie) herrschen nachts
vor.
Die
Heterotropie beschleunigt direkt Organisation und Synthese. Es ist
die Zeitphase, in der die Gewebe regeneriert werden und Hormone,
Enzyme sowie Antioxidantien synthetisiert und Glykogenreserven wiederhergestellt
werden. (Rozencwaig, 1987). Das Leben ist abhängig von den
koordinierten Veränderungen und der Anpassungsfähigkeit
dieser zwei grundlegenden metabolischen Prozesse, die darauf abzielen,
die Lebenskonstanten (z. B. Temperatur, pH-Wert, Energieproduktion,
Reparaturprozesse, zelluläre Antioxodantienspiegel) aufrechtzuerhalten.
Ein
gesunder Organismus zeichnet sich dadurch aus, daß er die
Fähigkeit besitzt, die notwendigen homöostatischen Prozesse
aufrechtzuerhalten. Jede Körperzelle und alle regulatorischen
Hormone werden von dem Zirbeldrüsenhormon Melatonin beeinflusst.
(Reiter 1984). Die Melatoninproduktion unterliegt einer zirkadianen
Rhythmik. Die Synthese wird durch Licht gehemmt, und die Werte fallen
im Verlaufe des Tages allmählich ab. Melatonin reguliert die
Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Nebennierenachse (Cardinale, 1975).
Eine
der wichtigsten Funktionen des Melatonin ist die eines Transducer.
Melatonin wandelt Informationen über Schwankungen bei externer
Stimuli (Temperatur, Licht, Feuchtigkeit, Pheromone, Antigene, Magnetismus
etc. und interne Informationen (psychogene Reize, Autoantigene,
Krebs etc.) in fein abgestimmte neuroendokrine Reaktionen um (Pierpaoli,
1987).
Melatonin
regelt auch die Expression von Hormon- und Antikörperrezeptoren
(Abo 1980). Melatonin überwacht oxidative Prozesse über
eine Modulation der zellulären CGMP und CAMP-Verhältnisse,
die einen Anstieg anaboler, stärkender Prozesse und eine Antioxidantiensynthese
begünstigen. Dr Organismus hat die Möglichkeit entwickelt,
der Anhäufung zytotoxischer Nebenprodukte oxidativer Vorgänge
entgegenzuwirken. Hierzu zählen intrazelluläre Entgiftungsreaktionen,
Proteindegrationssysteme und Antioxidantiensynthese (Rozencwaig).
Dabei ist der Antioxidantienspiegel der bestimmende Faktor für
die Funktion und Langlebigkeit der Zelle und so auch für die
Lebensspanne des Organismus (Cutler 1984).
Die
Melatoninspiegel zeigen bei Mensch und Tier einen altersabhängigen
Rückgang (Nair, 1986, Rozenwaig, 1987). Verminderte Melatoninwerte
führen zu einer Abnahme schützender und restaurierender
Stoffwechselprozesse und in der Folge zu einer herabgesetzten Empfänglichkeit
des zirkadianen Systems auf äußere und innere Reize (Moor-Ede,
1982) eine verringerte Anpassungsfähigkeit kann die stoffwechselbedingten
Fehlreaktionen einleiten, die zu krankmachenden Altersveränderungen
führen. Die sich anschließenden Verschiebungen aller
an der Produktion und Speicherung und Ausschüttung von Neurohormonen
lösen Störungen aus, die beim alternden Organismus zu
beobachten sind. Gefäßablagerungen radikalbedingte Membranschäden,
die eine verringerte Nährstoffaufnahme und Ausscheidung von
Stoffwechselprodukten mit sich bringen; hormonale Veränderungen,
die durch eine Fehlregulation der Hypothalamus-Hypophysen-Achse
zustande kommen, Veränderungen im Schlafablauf, eine erhöhte
Krebsinzidenz etc.
Oral
verabreichtes Melatonin macht diese Systeme bei Mensch und Tier
wieder anpassungsfähig (Arzt, 1988, Pierpaoli, 1987) Die onkostaischen
und proliferativen Wirkungen von Melatonin sind gut untersucht.
(Barni, 1988, Espost, 1988, Hill, 1988, Regelson, 1987). Es ist
berichtet worden, daß eine Behandlung mit Melatonin das Wachstum
spezifischer Krebszellen (Tamarkin, 1981) und die Tumorinduktion
durch karzinogene Stoffe (Quay, 1980) hemmt. Bei Neoplasien wurden
sowohl hohe als auch niedrige Blut Melatonin-Speigel gemessen. (Lissoni,
1985, Pica, 1979) Vermutlich sind Melatonin-Werte im frühen
Stadium der Krebsentwicklung deshalb hoch, weil daß Melatonin
Nicht
an die radikalisch geschädigten Rezeptoren binden kann. Es
entsteht ein funktioneller Melatoninmangel auf zellulärer Ebene
trotz hoher blutwerte. Wenn der Krebs fortschreitet, kann die Melatoninproduktion
aufgrund einer Störung des regulatorischen Feed-back Mechanismus
der geschädigten Zellen absinken. Versuche haben gezeigt, daß
exogenes Melatonin einen regulatorischen Einfluß auf das Immunsystem
hat (Maestroni, 1983). Die Zufuhr von Melatonin hebt bei Mäusen
die psychogenen Stresseffekte durch beschränktes und wiederhergestelltes
Thymusgewicht vollständig auf. Melatonin ist in der Lage, in
vitro der Unterdrückung der Antikörperproduktion durch
Anwendung von Corticosteroiden entgegenzuwirken (Pierpaoli,1987).
Melatonin
schützt gestresste Mäuse vor dem Enzephalomyocarditis-Virus
(EMV), einem letalen neurotropen Mikroorganismus (Pierpaoli, 1987).
Die meisten Mäuse, die Streß ausgesetzt und mit EMV infiziert
worden waren, starben, während die meisten der gestressten
und mit Melatonin behandelten Mäusen das Virus überlebten.
Exogenes Melatonin kann als immunprotektive Substanz bei umweltbedingtem
oder psychogenem Streß, der den Ausbruch und das Fortschreiten
von Infektionskrankheiten (einschließlich AIDS) fördert,
bezeichnet werden. Die abwährstärkenden, streßlindernden
und onkostatischen Eigenschaften des Melatonin werden durch den
spezifischen Opiatantagonisten Nalrexon blockiert, was darauf hinweist,
daß Melatonin über das endogene Opiatsystem wirkt (Maestroni,
1987).
Es
ist gezeigt worden, daß Melatonin bei Mäusen in bemerkenswerter
Weise Alterungsprozessen entgegensteuert Pierpaoli, 1987). Niedrige
Dosen verlängerte ihr Leben um 20 Prozent. Darüber hinaus
schreibt Pierpaoli: Melatonin übte einen außergewöhnlich
positiven Einfluß auf ihre Leistungen aus und verzögerte
oder beseitigte Symptome von altersbedingter Erschöpfung, Erkrankung
und äußerem Verfall in dramatischer Weise.
Es
ist wahrscheinlich, daß alle Stoffwechselfehlregulationen,
die zur Entwicklung der pathologischen Erscheinungen führt,
wie sie beim Alterungsprozeß und dem Ausbruch einer Krebserkrankung
beobachtet werden, häufig ihren Ausgangpunkt in einer Abnahme
der Melatoninproduktion und/oder Verwertung haben. Diese biochemischen
Störungen haben ihren Ursprung in einer Unterbrechung der durch
Melatonin gesteuerten neuroendokrinen, der Anpassung dienenden Feed-back-Prozesse.
Melatonin besitzt eine sehr niedrige Toxizität (Wurthmann,
1985, Sugden, 1983 und die umfassenden Belege für seine therapeutische
Wirkungen sollten Anlaß genug für eine weitere Erforschung
dieses Hormons sein.
Störungen
der Melatoninsynthese bzw. verwertung durch technische elektromagnetische
Strahlungen sind weit unterhalb gültiger Grenzwerte wiederholt
nachgewiesen worden, so daß Zweifel an diesem Wirkungsmechanismus
ausgeschlossen werden können.
Bearbeitet
von
Gerd Ernst Zesar
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