Verkannte Gefahr "Elektrosmog" - Gedankengut

Feldinduzierte Zellmembranstörung

Summenstörspannungen äußerst schwacher und gepulster Hochfrequenzfelder sowie auch niederfrequenter (50 Hz-Stromnetz) aus technischen Quellen und deren mögliche Wirkung auf das Öffnen und Schließen der Ionenkanäle (die Tore zu unseren Zellen).

Welch minimale Einflüsse elektromagnetischer Natur auf unseren Zellstoffwechsel haben können, ergibt sich aus den nachfolgenden Darstellungen:

"Wir wählen bestimmte Aminosäuren in einem Ionenkanal aus und bestimmten die Abstände, welche sie beim Öffnen und Schließen zueinander einnahmen in Abhängigkeit der Spannung über die Membran", sagte Bezanilla, der Chefforscher. "Diese betrugen 26.6 Angström ( Millionstel mm) bei geschlossenem Kanal und bis zu 29,5 Angström bei vollständiger Öffnung."
Aus: Das Tor zur Zelle, Spektrum Ticker vom 29. 12. 1999

Zellmembranen sind aus Fettmolekülen aufgebaut (Fettsäureketten), die eine Doppelschicht bilden. Innerhalb der Fettmoleküle sind Proteine eingelagert. Diese Proteine sind Tunnelproteine. Sie sind zu einer Röhre angeordnet, die die Fähigkeit hat, sich zu verengen oder zu erweitern. Dadurch wird die Semipermeabilität der Membran gewährleistet. Wenn es durch eine Erregung zur Depolarisation kommt, gehen die Tunnels auf (auch für Na+).Das Natrium geht in die Zelle hinein und bewirkt, daß die negative Ladung innen positiv wird (Ladungsumkehr). Dann gelangt in 1/100 Sekunde alles wieder in den Ruhezustand und das Natrium wird mit der Natrium-Kaliumpumpe, die sich in der Zellmembran befindet wieder herausgepumpt.

(Orthomolekulare Therapie bei Membran-Fehlfunktionen durch Fehl- bzw. Mangelernährung! Die ungesättigten Fettsäuren dienen nicht nur als Energiequellen für den Menschen, sondern erfüllen zahlreiche lebensnotwendigen Funktionen, so ist Ihr Vorhandensein z. B. für die Funktionsfähigkeit der Zellmembranen notwendig. Die Membranen der Zellen und Zellorganellen bestehen u. a. aus Eiweiß und dienen nicht nur als Trennwand, sondern üben auch zahlreiche biologische vorgänge aus. Der Fettanteil der Membran besteht aus Triglyzeriden (Öl), Phospolipiden, Cholesterin usw. Der amerikanische Forscher S. Fleischer konnte eindeutig nachweisen, daß die Atmungsenzyme ohne Membranfette nicht funktionieren können. Literatur: Das Öl der Nachtkerze, Semmelweis Verlag, 27316 Hoya.)
Bei noch näherer Betrachtung stellen Forscher fest, daß sich einige Aminosäuren (Mikrobausteine zum Aufbau von Polypeptidketten aus denen wiederum sich Proteine bilden) sich aufeinander zu bewegten, während andere ihren Abstand vergrößerten. Manche veränderten ihren Abstand auch gar nicht. Am wahrscheinlichsten ist hier eine Drehbewegung von Aminosäuren (Tunnelproteine), durch die unterschiedliche elektrische Ladung mal nach außen mal nach innen kommen. Die Veränderung des Ladungsmusters ist es dann, die die unterschiedliche Durchlässigkeit des offenen und geschlossenen Kanals ausmachen.
Ionenkanäle öffnen und schließen sich wie kleine Toren. Der Mechanismus ist abhängig von der Spannung über der Membran (näherer Informationen hierzu www.dichtes-wasser.de) und kontrolliert die Entstehung und Weiterleitung von Nervenimpulsen. Der Ein- und Ausstrom z. B. von Kalzium, Kalium; Natrium in die Zelle und aus der Zelle heraus wird hierdurch gesteuert. Die Störung dieser Systeme führt zu Veränderungen der diesbezüglichen intra- und extrazellulären Verhältnisse bzw. zu Dysfunktionen.
Blockaden bzw. Förderung dieser Wege werden pharmakologisch zur symptomatisch wirksamen Intervention genutzt.
Es bestehen keine Zweifel, daß ähnliche Wirkungen auch auf dem Wege einer elektromagnetischen Intervention erzielt werden können.
Sowohl Kalium- als auch Natriumionen tragen eine positive Ladung. Löst man positive Ionen in Wasser, so ziehen sich die negativen Pole der Wassermoleküle stark an (mehr: www.dichtes-wasser.de) Jedes Ion ist von einem Mantel aus Wassermolekülen umgeben.
Dieses Gebilde strömt mit hoher Geschwindigkeit durch den mit Wasser gefüllten Ionenkanal. Im inneren des Kanals befindet sich ein aktives Zentrum, an dem die Ionen für eine extrem kurze Zeit andocken. Dazu müssen sie allerdings ihre Wasserhülle abstreifen. Nur das nackte Ion kann sich in das aktive Zentrum binden. Nach dem Bindungsprozeß werden die Natriumionen sofort wieder freigesetzt und sie umgeben sich mit einer neuen Hydrathülle. Aufgrund der herrschenden Konzentrations- und Ladungsgefälle gelangen sie dann auf die andere Seite der Membran.

Elektromagnetische Felder und ihre biologischen Wirkungen, E. David, J. Reißenweber, M. Pfotenhauer, S. Kentner, Institut für Normale und Pathologische Physiologie mit Zentrum für Elektropathologie der Universität Witten/Herdecke
"Der menschliche Körper besitzt eine Vielzahl elektrisch leitender Strukturen. Besonders hervorzuheben sind Nerven und Muskeln. Ihre Zellen besitzen in einer an sich hoch isolierenden Phospholipid-Membran Eiweißmoleküle, die auch Tunnelproteine genannt werden......Der genannte Bereich wird wegen seiner Wellenlänge Mikrowellenbereich genannt. Er ist wegen seiner hohen Frequenz in der Lage, dipolartige Moleküle, z. B. das Wassermolekül, so schnell hin- und her zu bewegen (Braun´sche Molekularbewegung), daß Wärme entsteht. Dieser Effekt wird im Mikrowellenherd zum Kochen ausgenützt...."

Eine Frequenzselektivität resultiert aus der Tatsache, daß zur Eröffnung der Natriumkanälchen bestimmte Strukturveränderungen (Konformationsänderungen) in den Tunnelproteinen nötig sind, die nicht beliebig schnell ablaufen können. Wenn also bei "hohen Frequenzen", etwa ab 30 kHz, die Natriumkanäle eröffnende Halbwelle des Feldes zu kurz ist, geht das Kanälchen nicht mehr auf, und es entsteht keine Erregung. Bei sehr niedrigen Frequenzen wird die Potentialänderung an der Membran dagegen so langsam erzeugt, daß Kompensationsmechanismen, z. B. die Natrium-Kalium-Pumpe, den Effekt ausgleichen können. Bei 50 Hz wirken beide Mechanismen nicht, und die Membran kann somit am leichtesten erregt werden.

Anmerkung: Mit einem Hochfrequenz Digimeter der Firma Endotronic (Tel. 07566-465) kann auch der Laie feststellen, daß in der Nähe eines 50 Hz-stromführenden Kabels, je nach Wetterlage Radio Vatikan oder Radio Moskau energetisch verstärkt, mit deutlich höheren Feldstärken empfangen werden können. Von einer möglichen Wechselwirkung von Hoch- und Niederfrequenzen mit möglichen pathologischen Einflüssen auf die Zellmembranen muß bis zum Beweis des Gegenteils ausgegangen werden.

http://www.zv.uni-wuerzburg.de/forschungsbericht/e88/e880205/p016.htm


Auszug
TP B5, Feldinduzierte Membranprozesse

Am Vorhaben beteiligte Wissenschaftler:
Zimmermann, Ulrich, Prof. Dr.; Arnold, Michael, Dr.; Eckert, Astrid; Frank, Hermann

Unsere Kenntnisse über reversible und irreversible elektrische Feldeffekte in biologischen Systemen haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Das Interesse an diesem Gebiet hat zwei Gründe: 1) die Zunahme an elektromagnetischer Strahlung in unserer Umgebung wirft viele (bisher unbeantwortete) Fragen über eine mögliche Wechselwirkung von nieder- und hochfrequenten Wechselfeldern mit zellulären Strukturen und enzymekontrollierten Reaktionen auf, und 2) feld-induzierte Prozesse (wie z.B. Elektropermeabilisierung, -fusion und -rotation) bieten völlig neue Möglichkeiten zur Zellmanipulation und zur Erforschung von biochemischen und biophysikalischen Prozesse in Zellen.
Diese Untersuchungen sollen unter Verwendung von ,konventionellen" Elektrodenanordnungen durchgeführt werden.
Fortschritte auf dem Gebiet der Halbleitertechnologie haben zur Entwicklung von ,Mikrostruktur-Elektrodenarrays" geführt, die völlig neue Möglichkeit für die Elektomanipulation von Zellen (Zellevitation, Elektropermeabilisierung, -fusion und -rotation in Feldkäfigen, lineare Wanderwellen, Mikropumpen etc.) erschließen, vorausgesetzt, daß die Hochfequenzeigenschaften von Zellen und Medien bekannt sind. Diese Mikrostrukturen erlauben auf dem Einzelzell-Niveau Prozesse (wie z.B. Aktivierung von Lymphozyten durch mitogene Substanzen und Antikörper, Wirkung von Wachstumsfaktoren, Feldeffekte auf Membranoberflächen und intrazelluläre Enzyme, Mobilität von Membranproteinen und Zellwandkomponenten etc.) in einer Weise zu studieren, wie es mit ,konventionellen" Elektrodenanordnungen bisher nicht möglich war.

 

zurück zur Übersicht

 
© by Wissenschaft unzensiert, 2002