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Verkannte
Gefahr "Elektrosmog" - lesenswert
Öffentliche Anhörung Mobilfunk
am 2. Juli 2001
Antworten
auf den
Gemeinsamen
Fragenkatalog
Die folgenden 3 Textdateien sind sehr umfangreich (zusammen fast
90 Seiten)
aber sehr interessant und aufschlussreich.
Sie können diese Dateien mit den meisten gebräuchlichen
Textverarbeitungssystemen öffnen.
A-Drs
14-577
Teil 1-Fragenkatalog-Antworten-ECOLOG.rtf
(319 Kb)
A-Drs
14-577
Teil 2-Fragenkatalog-Antworten-Frentzel-Beyme-von Klitzing-010628.rtf
(79 Kb)
A-Drs14-577
Teil 3-Fragenkatalog-Antworten aller anderen-010628.rtf
(352 KB)
Alle
drei Texte, komprimiert als ZIP-Datei
(118 Kb)
Mobilfunk:
Bundestag Anhörung - und Täuschung der Öffentlichkeit
Aussagen
der Wissenschaftler - Wie das Pressezentrum des Deutschen Bundestages
kritische Aussagen unterschlägt.
Ausschussprotokoll
von Prof. Reiner Frentzel Beyme
- Weit
bedenklicher sind die Störungen der Regulation durch das
Zwischenhirn und das limbische System.
- Diese
Verschiebungen zellulärer Elemente im peripheren Blut sind
Indikatoren für die Störungen der zentralnervösen
Regulation, da sie irrtümliche Impulse und verschobene Regulationen
widerspiegeln, die ohne Einwirkung der Felder nicht erfolgt wären.
- Die
russische Forschung hat sich vor 50 Jahren diesen Phänomen
bereits gewidmet und hat die Abhängigkeit von der Gesamtregulation
nachgewiesen.
- Solche
Effekte lassen sich an Zellkulturen und mikrobiologischen Experimenten,
auf die jeweils von der FGF verwiesen wird, nicht ermitteln. Die
von Betreiberseite finanzierten aufwendigen Forschungen berücksichtigen
die Bedeutung der zentralnervösen Funktionen überhaupt
nicht.
- Dieser
Befund ist besorgniserregend und führt in Richtung der bereits
vor 5 Jahren erstmals von Sobels und Theriault beschriebenen erhöhten
Risiken für neurodegenerative Krankheiten (M. Alzheimer,
Parkinsonismus).
- Mäßig
und zu spät. Die Behinderung epidemiologischer Forschung
seit 1990 ist dokumentiert. Die Betreiber haben sich mit unplausiblen
Ausreden vor einer geeigneten Forschung gedrückt. Tierexperimente
wurden ebenfalls auf Betreiben interessierter Kreise nicht gefördert
bzw. bei Vorliegen nicht genehmer Ergebnisse abgebrochen oder
fehlerhaft und verzerrend interpretiert. Die Dokumentation dieser
Vorgänge ist erforderlich.
- Meine
Einschätzung ist eher illusionslos. Da ständig argumentiert
wird, man müsse bei geringerer Leistung (Grenzwert gesenkt)
mehr Basisstationen errichten, wird wohl dem Landschaftsschutz
kein Dienst erwiesen mit der Forderung nach geringerer Leistung.
Diese ist aber gesundheitsrelevant.
- In
jeder zivilisierten Nation ist Gefahrenverdacht hinreichender
Grund für Prävention. Somit sind entsprechende richterliche
Entscheidungen Zeichen zivilisierten Denkens.
- Wünsche
der Kunden und uneingeschränkte Entwicklung des Netzes dürfen
keine Priorität vor gesundheitlicher Vorsorge und Prävention
für Nicht-Teilnehmer haben (s. auch D 15.).
Prof. Lebrecht von Klitzing, Medizinphysiker, Chemiker, Biologe:
- Alarmierend
sind die Hinweise, dass einige Kreise der Industrie die wissenschaftlichen
Ergebnisse welche auf potentielle Gesundheitsfolgen hinweisen,
ignoriert haben, sie haben wiederholt und falsch verbreitet, dass
Mobiltelefone für alle Benutzer, inklusive Kinder sicher
sind und sie haben eine Illusion von verantwortlichem "Im
- Auge - Behalten" erzeugt, indem sie nach neuen Forschungen
rufen und sie sponsern.
- Das
autonome Nervensystem (EEG, EKG, Mikrozirkulation) reagiert auf
gepulste elektromagnetische Felder im Niedrigdosisbereich. Jede
Einflussnahme auf das autonome Nervensystem bedeutet Stress, der
sich u.a. auch auf das Immunsystem auswirkt.
- Diese
Erkenntnisse des Einflusses auf die Blut-Hirn-Schranke sind für
sich allein ausreichend für eine Bewertung der biologischen
Wirkung. Ganz wichtig: Nichtlinearer Zusammenhang zwischen
Feldstärke und Wirkung (s. Originalpublikation).
Prof. Käs, Bundeswehr Universität:
- Das
Ergebnis scheint hervorragend geeignet für niedrigere Grenzwerte
zu plädieren, da die Verhaltensauffälligkeiten bei rund
1 Millionstel (Leistungsdichte) unserer Grenzwerte aufgetreten
sind.
Für
die Öffentlichkeit und die Abgeordneten aufbereitet liest man
zum selben Vorgang in
Hib
heute im Bundestag Nr. 188 vom 2. 7. 01
Langzeitstudien über Gefahren durch Mobilfunkstrahlung fehlen
Umweltausschuss (Anhörung)
Berlin:
(hib/WOL) Zur Bereitschaft von Mobilfunkbetreibern und Regulierungsbehörden,
unabhängige Langfriststudien in Auftrag zu geben oder erkennbare
Effekte in Regelwerke oder Empfehlungen umzusetzen, erklärt
Professor Rainer Frentzel-Beyme vom Bremer
Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin,
dies stehe im krassen Gegensatz zu der für Deutschland zuständigen
Behörde, die Effekte bereits vor einer Untersuchung einfach
deshalb ausschloss, weil ein Grenzwert für die Zulässigkeit
von bestimmten Strahlungen existiert. Zur Anzeigepflicht erläutert
Frentzel-Beyme, die Errichtung eines Sendemastes könne nicht
dringlicher sein als die gesundheitliche Überwachung eventueller
Folgen der Inbetriebnahme. Auch sei die Seite der Handy-Nichtbenutzer
"so bedenklich unterbewertet" worden, dass es ein "kultureller
Skandal" sei. Dies habe zur jetzigen Beunruhigung und wachsendem
Widerstand beigetragen. Frentzel-Beyme bezweifelt, dass "allein
durch Geheimhaltung oder nächtliche Installationen" berechtigte
Zweifel an der Rechtmäßigkeit ausgeräumt werden
könnten.
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