Verkannte Gefahr "Elektrosmog" - wissenschaftliche Infos

Magnetische Resonanzen und Wirkungen gepulster Magnetfelder auf Moleküle
Dauerbefeldungen mit gepulster HF ausreichender Intensität werden mit Fehlausrichtungen von Spins quittiert!

Lehrbuch für physikalisch Chemie,
Peter W. Atkins
Lincoln College, Oxford, GB
3. Auflage, 2001, ISBN 3 - 527 - 30236 - 0

Wirkmodell Spinrelaxation
....ein weiterer komplexer Prozeß spielt ebenfalls eine Rolle bei der Relaxation. Im klassischen Bild stellen wir uns jeden magnetischen Kern als kleinen Stabmagneten vor. In einem äußeren Feld gerät ein Stabmagnet in eine Bewegung, die als Präzision bezeichnet wird, er kreiselt dabei um die Richtung des Feldes. Die Geschwindigkeit dieser Drehbewegung ist der Stärke des Feldes proportional. Stellen sie sich vor, es gelingt, die Spins einer Probe für einen Augenblick mit exakt dem Winkel bezüglich der Feldrichtung auszurichten. Wenn jeder der Spins eine etwas andere „Larmorfrequenz“ hat (auf alle wirkt ein leicht unterschiedliches Magnetfeld), kommt es zu einem fortschreitenden Auffächern. Im thermischen Gleichgewicht liegen alle Stabmagnete mit zufallsverteilten Winkeln bezüglich der Richtung des äußeren Feldes vor. ......
In jedem Fall reagieren Spins auf lokale magnetische Felder, die bewirken, daß sie sich in verschiedenen Richtungen drehen. Es gibt jedoch einen tief greifenden Unterschied zwischen den beiden beschriebenen Prozessen.
Um einen Übergang von Beta nach Alpha zu induzieren eignet sich am besten ein lokales Magnetfeld, das nahe an der Resonanzfrequenz oszilliert. Ein solches Feld, kann durch ein rotierendes Molekül in einer flüssigen Probe hervorgerufen werden. Wenn die Bewegung des Moleküls langsam im Vergleich zur Resonanzfrequenz ist, dann stellt sich ein lokale Magnetfeld ein, das zu langsam ist, um Übergänge zu induzieren. Deshalb ist T1 zu lang. Wenn die Taumelbewegung viel schneller als die Resonanzfrequenz erfolgt, kann das oszillierende Feld Übergänge effektiv induzieren. ....
Um eine Spin-Spin-Relaxation zu bewirken, eignet sich am Besten ein lokales Feld... Zur Untersuchung von Spinrelaxationen kommen fortgeschrittenen Techniken zum Einsatz, die mit Pulsfolgen im Hochfrequenzbereich die Spins in spezielle Orientierungen zwingen und die Rückkehr zum Gleichgewicht aufzeichnet:
Anmerkung von „wissenschaft unzensiert“
eine Rückkehr ist bei Dauerpulsbelastung natürlich nicht möglich!

Dafür bieten sich hauptsächlich zwei Anwendungsmöglichkeiten: Erstens liefern Relaxationsstudien Informationen über die Beweglichkeit von Molekülen oder Molekülgruppen. Beispielsweise erhalten wir ein aussagekräftiges Bild von der Beweglichkeit von Alkylgruppen, wenn wir die Relaxationszeiten von Protonen in den Kohlenwasserstoffketten von Mizellen und Bilayern untersuchen. Dies verhilft uns zum Verständnis der Dynamik in Zellmembranen. Zweitens hängen Realxationszeiten vom Abstand des Kerns von der Quelle der elektromagnetischen Strahlung ab. die dessen Relaxation hervorruft. Die Quelle kann ein anderer magnetischer Kern im gleichen Molekül sein.

Der Kern-Overhauser-Effekt
Besonders ein auf der Spin-Relaxation beruhender Effekt ist von beträchtlichem Interesse, weil der die Bestimmung der Konformation von Proteinen und anderen biologischen Makromolekülen erlaubt, wenn diese in ihrer natürlichen wässrigen Umgebung vorliegen. Um mit dem Effekt vertrau zu werden, betrachten wir ein einfaches Systems AX, indem zwischen zwei Spins eine Dipol-Dipol-Wechselwirkung vorliegt. Bestrahlen wir das System mit Hochfrequenzstrahlung genau bei der Resonanzfrequenz von X mit ausreichend hoher Intensität, so sättigen wir den entsprechenden Übergang, stellen jedoch dabei fest, dass die Resonanz von A beeinflusst wird: Sie kann verstärkt, abgeschwächt oder sogar von einer Absorption in eine Emission verkehrt werden. Die Veränderung einer Resonanz durch die Sättigung einer anderen bezeichnet man als Kern-Overhauser-Effekt.

Elektrochemie
Die Wanderung von Ionen
Ein Ion in einer Lösung ist beweglich und reagiert auf die Anwesenheit eines elektrischen Feldes. Während ein Ion in einer Lösung wandert, transportiert es Ladung und es kommt ein elektrischer Strom zu Stande. Unser Körper ist elektrischer Leiter und ein Teil der Gedanken, die sie beim Lesen diese Buches haben, lässt sich auf die Wanderung von Ionen durch die Membranen der Nervenzellen unseres Gehirns zurückführen


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