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Verkannte
Gefahr "Elektrosmog" - wissenschaftliche Infos
Radarturm: in 10 km Abstand fast kein Haus das krebsfrei ist
Bemerkung:
Mobilfunk-Mikrowellen befinden sich im Frequenzbereich von Radarstrahlen.
Ein
Dorf in Angst vor Krebs
In
80 % der Häuser von Heimühlen lauert der Tod. Die Bewohner
fragen: warum?
Heidmühlen
- Das schleswig holsteinsche #Gesundheitsministerium wird eine überaus
auffällige Häufung von Krebsfällen in dem Dorf Heimühlen
(Kreis Segeberg) prüfen. Die epidemiologische Task Force (Eingreiftruppe)
des Ministeriums sollte die Daten auswerten, sagt Ministeriumssprecher
Michael Morsch.
Heimühlens
Bürgermeister Geert Uwe Carstensen (CDU) schätzt, daß
in vier Fünfteln aller 200 Häuser im Dorf Krebskranke
wohnen oder bereits verstorben sind. Der idyllische Ort hat 675
Einwohner. Besonders schlimm ist laut Carstensen die Dorfstraße
betroffen.: Hier gibt es kejn Haus, das kerbsfrei ist.
Der
Bürgermeister hatte zu einer Einwohnerversammlung, bei der
das Thema jeder Kaffeetafel sachlich erörtert werden
sollte, Fachleute hinzugebeten: Uta Kunze, Leiterin der Landesgkrebsregister
in Bad Segeberg, und Alexander Katalinic sprach von einer möglichen
überzufälligen Häufigkeit Tatsächlich
gibt es im ganzen Bundesgebiet unerklärliche regionale Zufallshäufungen
von Krebsfällen.
Auf
großflächige Erhebungen will Bürgermeister Carstensen
nicht warten. Das Krebsregister braucht noch zwei Jahre bis
alle Daten erfasst sind, sagt er. Das dauert uns zu
lange. Carstens fordert ein örtliches Kataster in dem
ausschließlich alle Krebsfälle von Heidmühlen auf
ihre Ursache geprüft werden.
Segebergs
Landrat Georg Gorissen will dem Bürgermeister helfen.
Ich werde Kontakt zu Fachinstituten aufnehmen, sagt er. Die
hohe Krebsrate in der Kommune rechtfertigt eine gezielte Analyse.
In Heimühlen steht ein Radarturm der Deutschen Flugsicherung
in Boosted, etwa zehn Kilometer entfernt im Verdacht, Ursache für
die Krebshäufigkeit zu sein. Der Turm ist erst vor einem Jahr
stillgelegt worden. Das Gesundheitsministerium winkt ab: Unwahrscheinlich.
Der Radarturm sondert seine Strahlen kegelfförmig in den Himmel
ab. Als weitere Gefahrenquelle vermuten Heimühlener giftige
Industrieschlämme, die Bauern früher als Dünger ausgebracht
haben sollen. Ichn wollte das Zeug nie haben, sagt Markus
Breiholz (87) Der Landwirt in Rente kann sich auch vorstellen, dass
das Grundwasser ein Risikofaktor ist Hier hat jeder seinen
eigenen Brunnen in den Garten gebohrt, und in der Nähe floß
die Gülle ab.
Die
Frau von Manfred Schul (64) ist im vergangenen Oktober an Eierstockkrebs
gestorben. Die war im März noch so vergnügt und
lustig, flüsterte der Rentner aus der Dorfstraße
und zählt Fälle in seinem Bekanntenkreis auf. Krebs
ist eine Katastrophe hier.
An
einer seltenen Krebserkrankung leidet Hannelore Lambrecht ein paar
Häuser weiter. Sie hat Schilddrüsenkrebs, Ärzte haben
die Drüse entfernt Die Angst bleibt. Sagt sie.
Gudrun
Carstensen hatte glück. Ihr Tumor war gutartig. Ihre Schwägerin
starb an Brustkrebs. Übermorgen wird eine 42 Jahre alte Mutter
beerdigt. Ihre Zwillinge werden heute vier Jahre alt.
Gudrun
Carstensen sagt leise: Jedes mal frage ich mich: Wann
bin ich dran?
Hamburger Abendblatt 18. April 2001
Seit
30 Jahren ist bekannt, daß Mikrowellen Zellen zu Krebszellen
verändern können!
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