Neue Medizin
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Bayer Medikament – die Zahl der Todesfälle ist gewaltig 

Kölner Stadtanzeiger vom 16, August 2001-08-17 Leverkusen/New York – Deutschlich steigende Zahlen über Todesfälle im Zusammenhang mit der Einnahme des Bayer-Medikaments Lipobay erwarten US-Anwälte. Er rechne mit 200 toten in diesem Zusammenhang, sagte der US-Anwalt David Duffus dem Magazin „FOCUS“ MONEY“. Bayer habe Sachvermögen in den USA und müsse schlimmstenfalls damit rechnen, dass dieses Vermögen beschlagnahmt werde, sagte Duffus. Der Medizinrechtler Don S. Strong, der in Oklahoma City bereits Klage gegen Bayer eingereicht hat, geht davon aus, dass die Zahl der Todesfälle, im Zusammenhang mit der Einnahme von Baycol erst nach und nach bekannt wird: „Es wird eine gewaltige Zahl sein“, sagte Strong.

Zu den Spekulationen über die Zahl der Toten infolge der Einnahme von Liobay hieß es am Mittwoch in Leverkusen, für Bayer sei die genannte Zahl von 52 Todesfällen weiter aktuell. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern hatte den Cholesterinsenker Lipobay vor einer Woche vom Markt genommen. Novartis in der Schweiz bietet Baycol-Nutzern seinen eigenen Cholesterinsenker Lescol XL als Ersatz an. Betroffene Patienten sollen das Medikament 60 Tage lang  kostenlos erhalten. Wegen der drohenden Prozesswelle in den USA geriet die Bayer Aktie erneut stark unter Druck. Sie fiel in Frankfurt um gut 4 %.

Kommentar: 
Nach Untersuchungen von Kritikern sind die Nebenwirkungen von Medikamenten in der Zwischenzeit  weltweite Todesursache Nr. 4. Allein in den Vereinigten Statten sollen jährlich über 100.000 Patienten an den Nebenwirkungen der „korrekt“ verordneten Medikamente verstorben sein.  Die Gefahr der in den Beipackzetteln  aufgeführten Nebenwirkungen können also gar nicht ernst genug genommen werden.  Mit Spannung darf abgewartet werden, ob auch andere Pharmakonzerne zur Kasse gebeten werden, oder ob es sich bei der Aktion nur um den Beginn der Zerschlagung des Bayerkonzerns durch international tätige Spekulanten handelt.

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