Neue Medizin
[Rückgrad]

Ärzte-Skandal zieht immer weitere Kreise

Fast 4400 Ermittlungsverfahren - Medikamenten-Verschreibung mit Vergnügungsreisen belohnt

München. In den Bestechungsskandal an deutschen Krankenhäusern sind weit mehr Ärzte verwickelt als zunächst angenommen. Wie die Staatsanwaltschaft München gestern mitteilte, wurde gegen insgesamt fast 4400 Klinikärzte und Mitarbeiter des Pharmakonzerns SmithKline Beecham ermittelt. Ärzte seien für das Verschreiben bestimmter Medikamente mit Vergnügungsreisen belohnt worden, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt Manfred Wick. Beschlagnahmte Reisebüro- und Firmenunterlagen zeigten, dass Ärzte mit Begleitpersonen zum Beispiel zum Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft nach Paris oder zu Formel-1-Rennen hätten reisen dürfen. "Die von der Pharmafirma bezahlten Reisen hatten fast nur Unterhaltungsprogramme zum Gegenstand", erklärte der Staatsanwalt, (ap)

Und am 13.03.2002 war weiter zum Thema zu lesen:

Ermittlungen gegen 40 sächsische Ärzte

Dresden. Gegen 40 sächsische Ärzte wird wegen Korruptionsverdachts ermittelt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Dresden der "Sächsischen Zeitung". Den Medizinern wird vorgeworfen, für die Verwendung bestimmter Medikamente vom Pharmakonzern SmithKline Beecham teure Geschenke angenommen zu haben. (ddp)

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