Neue Medizin
[Diverses]

Magnetfelder in der Medizin

In der Medizin wird mit Magnetfeldern therapiert, ein Beweis dafür, wie biologisch wirksam diese Felder sind. Die Dosis macht das Gift. Was einmal wöchentlich fünf Minuten in einer ganz bestimmten Stärke bei einer ganz bestimmten Krankheit therapeutischen Erfolg bringt, das sollte nicht siebenmal wöchentlich acht Stunden in zufälligen Dosen und ohne ärztliche Anordnung verabreicht werden.

Der stärkste Magnetfeldverursacher ist ein Kernspintomograph. Er liefert in der medizinischen Diagnostik hervorragende Bilder vom Innenleben eines Menschen, besser, als es das beste Röntgenbild könnte. Deshalb ist dieses Diagnoseverfahren unverzichtbar geworden. Hier wie auch bei spektroskopischen Untersuchungen wird der Körper in der Röhre mit Feldern der Größenordnung von 2 Tesla belastet. Man kann damit rechnen, daß sich eine Kompaßnadel beim Betrieb des Gerätes noch in über zehn Metern Entfernung um die eigene Achse drehen würde. Das Bedienungspersonal ist hohen Magnetfeldern ausgesetzt. Ich habe bei einem Röntgenlabor in Düsseldorf angerufen und um eine Aufklärung in Sachen Nebenwirkungen und Risiken bei Kernspindiagnosen gebeten. Immerhin sind die zwei Tesla des Kernspins billionenfach stärker als die biologischen Magnetfelder von Hirn und Herz, die es auf wenige Picotesla bringen, und vierzigtausendfach stärker als. das Erdmagnetfeld, das etwa 50 Mikrotesla schafft. Nein, war die Antwort der radiologischen Fachärzte, alles ist ganz ungefährlich und nebenwirkungsfrei. Ein anderer Facharzt aus Essen erzählte mir vertraulich, daß mindestens zwei Stunden nach einer Kernspintomografie nur noch wenige und chaotische EEG-Signale vom Gehirn empfangen werden können, wenn überhaupt.

Aus: Streß durch Strom und Strahlung, Wolfgang Maess

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