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Neue
Medizin
[Beweisführung]
Irrglaube Die Macht der Konzerne
"Jeder
Mensch, der für ein Tier sorgt, wird früher oder später
durch einen Veterinär oder aus eigener Erfahrung eine Grundregel
lernen: man darf ein krankes Tier nur in seltenen Fällen mit
einer Humanmedizin behandeln. Das Tier kann daran sterben.
Was
bedeutet das? Ganz eindeutig, dass der tierische Organismus anders
als der des Menschen reagiert; was dem einen bekommt, kann für
den andern sogar tödlich sein. Dennoch sind selbst Leute, die
diese Regel kennen, durchaus fähig zu erklären: »Da
man neue Medikamente ausprobieren muss, soll man sie lieber an Tieren
ausprobieren« und glauben sogar, damit einen vernünftigen
und humanitären Gedanken ausgesprochen zu haben; vor allem,
weil sie wissen, daß die große Mehrzahl diese Meinung
teilt. Aber in Wirklichkeit setzt sie zwei Missverständnisse
voraus: erstens, daß wir immer weiter neue Medikamente brauchen;
zweitens, daß Tierversuche uns Aufschluss über Wirkung
und Sicherheit eines neuen Mittels geben können.
Dieses
Dogma ist zielbewusst und mit erstaunlichem Erfolg vom Kindesalter
an durch eine intensive Gehirnwäsche seitens der interessierten
Parteien dem Volke eingeflößt worden, und daran halten
nun die meisten gedankenlos fest wie an einem Aberglauben oder an
einer religiösen Lehre, gegen Logik und Vernunft gefeit, denn
»Was das Volk ohne Gründe einst glauben lernte, wer könnte
ihm durch Gründe das - umwerfen?« (Nietzsche)
Aber
nicht nur gibt es schon seit Jahren viel zu viele (und immer schädlichere)
Arzneimittel, sondern die Tierversuche sind wegen ihrer Wertlosigkeit
in erster Linie an ihrer Schädlichkeit schuld, denn sie gaukeln
den Konsumenten - und den Ärzten - trügerische Sicherheit
vor, wodurch um so leichter Schäden zugefügt werden. Contergan
ist nur das bekannteste Beispiel dafür.
205
000 Arzneimittel
In Clinical Pharmacology and Therapeutics schrieb bereits 1961 Dr.
Walter Modell von der Medizinischen Fakultät der Cornell-Universität
(USA), der damals wie heute als führender Sachverständiger
der Pharmakologie gilt: Wann wird man einsehen, dass es zu viele
Arzneimittel gibt? Nicht weniger als 150.000 Präparate sind
jetzt in Gebrauch, von denen es 75 % vor zehn Jahren noch nicht
gegeben hat. Ungefähr 15 000 neue Zusammensetzungen kommen
jedes Jahr auf den Markt, gleichzeitig verschwinden etwa 12 000.
Wir haben für all diese Präparate einfach nicht genügend
Krankheiten. Zur Zeit besteht die nützlichste Wirkung dieser
Präparate darin, die ungünstigen Wirkungen anderer neuer
Arzneimittel wettzumachen.
Seither
ist die Zahl der auf dem Weltmarkt gehandelten Arzneimittel auf
205.000 gestiegen; dementsprechend haben sich die neuen Krankheiten
vermehrt, von denen die Großzahl (vielleicht alle) der Einführung
dieser neuen »Heilmittel« zuzuschreiben sind. In der
Schweiz sind augenblicklich rund 6000 Medikamente, in der Bundesrepublik
Deutschland gar 67000 registriert - ihre Namen wechseln viel häufiger,
als die Medikamente selbst. Genauso wie im Jahr 1961 gibt es auch
heute einfach nicht genügend Krankheiten für all diese
Medikamente, obwohl auch die Zahl der Krankheiten, die es früher
nicht gab, rapide wächst.
Die
heutige Medizin steht also gar nicht vor dem Problem, immer mehr
Arzneimittel zu produzieren, sondern im Gegenteil die Zahl der vorhandenen
drastisch abzubauen, wodurch auch die Krankheiten abnehmen würden.
Zum Beispiel ist die beste Kur für eine durch unvernünftige
Lebensweise (übermäßiges Rauchen, allzu reichliche
Fleisch- und Fettkost, übertriebenen Alkoholgenuss, ungenügende
Körperbewegung usw.) erkrankte Leber, frisches, sauberes Wasser.
Daran kann allerdings niemand viel Geld verdienen, im Gegensatz
zu »leberschützenden« Pillen, die jedoch durch
Zufuhr neuer Gifte den Zustand nur verschlimmern"
"Laut
der Federal Drug Administration (FDA), der amerikanischen Arznei-Polizei,
wurden im letzten Jahr 1,5 Millionen Amerikaner wegen Krankheiten
hospitalisiert, die von Medikamenten verursacht worden waren. Etwa
30 % aller Patienten in amerikanischen Krankenhäusern werden
von den ihnen hier verabreichten »Heilmitteln« weiter
beschädigt, vielfach mit tödlicher oder unheilbaren Folgen.
Auf 60 000 bis 140 000 jährlich belaufen sich in den Vereinigten
Staaten die Todesfälle; von »Heilmitteln« verursacht.
Ähnliche
Zustände herrschen in sämtlichen industrialisierten Ländern.
Besonders frappant ist die Feststellung, daß 1973 während
eines ein monatigen Streiks der israelischen Krankenhäuser
die Mortalität d. h. Sterblichkeit der israelischen Bevölkerung
ihren Tiefpunkt erreichte. Genau dasselbe geschah im Jahre 1976
in Bogotä, der Hauptstadt von Kolumbien: Ein
Streik der Ärzte hatte einen Rückgang der Sterblichkeit
um 35 % zur Folge, wie der National Catholic Reporter
hervorhob. Das Phänomen wiederholte sich 1978 in England.
1972
schlug der damalige Präsident von Chile, Salvador Allende,
der Arzt war, vor, die internationale Pharmakopöe auf die
ganz wenigen Arzneimittel - ein paar Dutzend - zu beschränken,
die eine von ihm beauftragte Ärztekommission als die einzigen
befunden hatten, die therapeutischen Wert hatten. Die meisten
der chilenischen Ärzte, die sich bereit erklärt hatten,
das Programm ihres Präsidenten in praxi durchzuführen,
wurden in der kurz darauf folgenden Revolution - die während
des Streiks der Transportarbeiter und der Ärzteschaft begann,
bekanntlich unter Beihilfe der amerikanischen CIA (Central Intelligence
Agency) - samt dem Präsidenten ermordet.
Sogar
die vom USA Gesundheitswesen gegründete WHO (Weltgesundheitsorganisation)
konnte 1978 nicht umhin, eine Liste von »nur« 200 Medikamenten
zu publizieren, die für den Weltbedarf vollauf genügen.
Damit ist bestätigt, dass etwa 205 000 der bisher fabrizierten
Arzneimittel überflüssig oder schädlich sind - abgesehen
vom Riesengewinn, den sie den Fabrikanten und ihren Agenten verschaffen."
Aus
Fälscher der Wissenschaften, Hirthammer Verlag München
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