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Neue
Medizin
[Beweisführung]
unkontrollierte Mehrfachverschreibungen - Mißbrauch
Kritische
Stimmen zu Medikamenten
Die
AOK Sachsen erwähnte vor nicht langer Zeit nur 1 % alter Arzneimittel
seien unverzichtbar (z. B. Insulin - ein körpereigener Stoff).
44.000 Arzneimittel sind derzeit in Deutschland zugelassen, mehr
als jedes zweite gilt als umstritten. Auch die Veröffentlichung
einer Negativliste von 2000 Arzneimitteln, die bei wissenschaftlichen
Nachprüfungen durchgefallen waren, untersagte das Ministerium
nach Intervention der Arzneimittelhersteller (Spiegel 2(98 S.
135). Nach Schätzungen des Autors von "Bittere Pillen"
sind jährlich ca. 300.000 Krankenhauseinweisungen durch die
unkontrollierte Verordnung sowie Einnahme von Medikamenten verursacht.
Diese Aussage wurde in der Gegenwart von Vertretern von Pharma-Verbänden
geäußert und blieb unwidersprochen. Hierüber hinausgehend,
äußerte er: es müsse davon ausgegangen werden, dass
ca. 800.000 bis 900.000 Menschen in der BRD von Schlaf- und Beruhigungsmitteln
abhängig geworden sind und Schmerzmittel (insbesondere mit
Mehrfachwirkstoffen wie ASS, Paracetamol u. Coffein) (frei erhältlich)
bei unkontrolliertem Missbrauch zu irreversiblen Nierenschäden
führen können".
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