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Neue
Medizin
[Beweisführung]
Herzinfarkt
Zum
Thema herzaktive Nährstoffe eine selbstredende Recherche der
ZDF-Redaktion "Frontal" im Wortlaut:
ZDF FRONTAL Sendung zum Thema Herzinfarkt
Sendung,
24.03. 98
Länge: - 8'00" Minuten
Autoren:
ULI GACK - WINFRIED SCHNURBUS
Titel: WUNDERWAFFE GEGEN HERZINFARKT
Text:
Es geht um Sekunden - tagtäglich - ein Wettlauf mit der
Zeit. Herzattacken, in Deutschland die Todesursache
Nummer Eins.
Die Fakten: 500.000 Fälle - 120.000 Tote - jährlich
Die Krankheit hat ihren Preis:
Rund 40 Milliarden Mark.
Herzattacken
- die Wohlstandskrankheit, so die allgemeine Meinung. Doch das scheint
nur ein Teil der Wahrheit zu sein. Aus den USA kommt eine andere
Erkenntnis. Linus Pauling - zweifacher Nobelpreisträger - und
sein Mitarbeiter, Dr. Matthias Rath halten Vitaminmangel für
eine wesentliche Ursache.
1"42
O-Ton Dr. Matthias Rath, Vitaminforscher:
"Hier sehen Sie das Herz. Hier ist die Herzkranzarterie. Hier
die Ablagerungen, die diese Arterie verschließen und zum Herzinfarkt
führen. Diese Ablagerungen entstehen durch Vitaminmangel, der
zur Schwächung der Arterienbahn führt und zu Einrissen,
die mit jedem Herzschlag größer werden. Zur Vorbeugung
dieser Ablagerungen genügt es nicht, Cholesterin zu senken,
sondern man muss die Arterienwand selbst stabilisieren durch tägliche
Zufuhr von Vitaminen.
2"10
Seine Erkenntnis ist in den USA längst Allgemeinwissen. Jeder
zweite Amerikaner schluckt regelmäßig Vitamine, Mineralien,
Spurenelemente, Pillen ohne Ende. Die hier frei verkäuflichen
Präparate sind so hoch dosiert, dass sie in Deutschland eigentlich
verschreibungspflichtig wären.
2"28
Zahlreiche amerikanische Studien haben belegt, dass derartige Vitaminbomben
vor Herzinfarkt schützen.
2"36
Modernste Computertechnik läßt tief ins Herz blicken
und das ohne jeden chirurgischen Handgriff. Das alles dauert nur
wenige Minuten.
2"48
Scheibchenweise - alle 1,5 Millimeter eine neue
Schichtaufnahme des Herzens und seiner Blutgefäße.
2"56
Aus diesen Daten errechnet der Computer eine Fahrt durchs Herz und
seine Arterien und zeigt dabei Kalkablagerungen - die Auslöser
für Herzattacken. Diese weißen Flecken sind es. Bei einer
solchen Hightech-Untersuchung wurden auch bei Lewis Meyer weiße
Punkte, also Ablagerungen, in den Koronargefäßen entdeckt.
Eine Therapie mit hoch dosierten Vitaminen und Mineralien folgte.
3"20
O-Ton Lewis Meyer, Herzpatient:
Engl. Text: ...then took nine of these pills every day, for a year.
. .
34"24
Deutsche Übersetzung:
"Ich habe dann ein Jahr lang täglich 9 Vitaminbomben eingenommen
und als ich dann wieder untersucht wurde, lagen die Kalkablagerungen
in den Herzgefäßen bei Null. Ich habe dem überraschend
guten Ergebnis nicht geglaubt und habe mich am gleichen Tag nochmals
untersuchen lassen. Und das Ergebnis zeigte wieder - Kalkablagerungen
gleich Null. Erst jetzt glaubte ich an die Vitaminpillen."
3"54
Lewis Meyers Herzgeschichte ist kein Einzelfall. Eine Studie mit
60 Patienten zeigt überraschende Erfolge mit den hochdosierten
Vitaminpillen.
4"03
O-Ton
Dr. Aleksandra Niedzwicki, Blochemikerin:
"We obsmed after the foIlowing of.....
4"06
Deutsche Übersetzung
"Wir haben beobachtet, dass nach dem Vitaminprogramm mit Mineralien
und Spurenelementen zur Unterstützung des Herzens die Gefahr
eines Infarktes reduziert werden kann. Außerdem sind wir in
der Lage die Verkalkung im Frühstadium zu stoppen und darüber
hinaus Kalkablagerungen wieder rückgängig zu machen."
4"32
Deutsches Herzzentrum Berlin. Hier warten Schwerstkranke auf Spenderherzen
oder auf Bypass-Operationen. Das einzige Ziel auf dieser Station:
die Menschen die Wartezeit überleben lassen. Auch hier hat
man im Experiment mit hochdosierten Vitaminen beste Erfahrungen
gesammelt. Eine weitere Studie läuft.
4"50
O-Ton Dr. Johannes Müller, Herzchirurg Herzzentrum
Berlin
"Also
ich muss klar sagen, dass in einer Doppelt-Blinde- Studie, das heißt,
der Arzt weiß nicht was die Patienten kriegen, der Patient
weiß nicht was er bekommt.
Trotzdem gibt es einige Patienten, die seit Beginn der Studie sagen,
mir geht es plötzlich schlagartig besser. Und andere Patienten
sagen, mir geht es unverändert schlecht, so dass wir daraus
schließen, ganz vorsichtig schließen, dass es da eine
Wirkung geben muss, die sich positiv für die Patienten entwickelt."
5"18
Vorsichtige Schlüsse für die Therapie in deutschen Kleinstversuchen.
In Amerika hat man dagegen geklotzt. Gleich an 200.000 Krankenschwestern,
und Ärzten beobachtete man über Jahre hinweg, ob solche
hoch dosierten Vitamine vorbeugend wirken.
5"33
O-Ton Prof. Karl W. Lauterbach, Epidemiologe und Gesundheitsökonom
Uni Köln:
"Diese
Studien belegen, dass also durch die Vitamingabe, insbesondere Vitamin
E, die Zahl der neuen Infarkte möglicherweise bis zu 40% gesenkt
werden könnte."
5"46
Aus dem Vitamin-Paradies Amerika ins Entwicklungsland. Nur in Deutschland
zieht man aus den internationalen Erkenntnissen keine Lehre. Ein
einziges vergleichbares Multivitaminprodukt wird in Deutschland
hergestellt - und die Genehmigung war ein Versehen. Hierzulande
gilt das Wort der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
Und die weiß, wer wie viel von welchen Vitaminen braucht.
Und man weiß auch, dass die Empfehlungen acht Jahre alt und
somit alles andere als up to date sind,
6"12
O-Ton Prof. Günther Wolfram, Deutsche Gesellschaft für
Ernährung:
"Diese
Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung werden
von einem Ausschuss erarbeitet, das sind Fachwissenschaftler aus
Deutschland, die von den einzelnen Nährstoffen sehr viel verstehen
und diese werten die Weltliteratur aus. Wir nehmen aus allen wissenschaftlichen
Zeitschriften entsprechende Untersuchungen an Hand und formulieren
daraus dann einen durchschnittlichen Bedarf aus Untersuchungsgruppen
und dieser Wert muss dann, damit er für die gesamte Bevölkerung,
also für die Alten, für die Jungen und so weiter passt,
mit einem sogenannten Sicherheitszuschlag versehen werden, um eben
wirklich garantieren zu können, dass wenn diese Empfehlung
befolgt wird dann mit großer Wahrscheinlichkeit alle ausreichend
versorgt sind."
6"56
Zeitungslektüre plus Rechenschieberarithmetik gleich deutscher
Forschergeist.???
Jedenfalls sind im Vergleich mit Amerika die hier erlaubten Vitaminpillen
vielfach nur bessere Drops, Zum Glück haben auch andere die
Weltliteratur studiert.
7"11
O-Ton Prof. Karl W. Lauterbach Epidemiologe und Gesundheitsökonom
Uni Köln:
"Auf der Grundlage der Studien, die bislang vorliegen, schätzen
Epidemiologen, dass ungefähr 25% der Infarkte sich möglicherweise
vermeiden ließen durch diese Präparate. Setzt man diesen
Satz an, so könnte man von Einsparungen in der Größenordnung
von ungefähr 9 Milliarden D-Mark pro Jahr ausgehen."
7"36
Nach diesen Studien werden Milliarden verschleudert. Tausende sterben
frühzeitig, nur weil man in Deutschland weltweite Erkenntnisse
nicht wahr haben will.
7"46
O-Ton Dr. Matthias Rath, Vitaminforscher:
"Die Widerstände kommen insbesondere aus der Pharmaindustrie.
Dort gibt es ein Milliarden-Interesse, einen künstlichen Pharma-Markt
aufrecht zu erhalten und die Erkenntnisse im Bereich der Vitamintherapie
zu unterdrücken."
8"02
Was in Deutschland nicht möglich ist, ist im europäischen
Ausland kein Problem. In den Niederlanden sind Vitaminbomben erlaubt.
Von dort aus wollen Dr. Rath und andere Hersteller den deutschen
Markt versorgen.
8"
15
Namhafte deutsche Ernährungsforscher halten Vitaminpillen für
überflüssig - sie sehen darin allein eine neue Form, Verbrauchern
das Geld aus der Tasche zu ziehen.
8"27
O-Ton Prof. Hans K. Bisalski, Ernährungsmediziner Uni Hohenheim:
"Es
ist Unsinn Broccoli oder Tomaten oder anderes Obst - und Gemüse
in eine Kapsel zu pressen. Dann mache ich aus hundert biologisch
aktiven Substanzen eine. Also, es bleibt von hundert nur noch eine
übrig, das muss ich mir klar machen.
An
der Uni Köln macht man sich seinen eigenen Reim auf deutsche
Experten und ihr beharrliches Nein zu hochdosierten Vitaminpillen:
9"52
O-Ton Prof. Karl W. Lauterbach Epidemiologe -und Gesundheitsökonom
Uni Köln:
...wobei dass ist also auch "Sprechpause" - sehr viele
dieser Kritiker selbst diese Vitamine bereits einnehmen."
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